Open Access Publikationsfonds (Artikel)


Was ist Open Access (Gold, Hybrid, Green, Diamond)?

Gold Open Access

Alle Artikel in einer Gold-Open-Access-Zeitschrift erscheinen sofort im Open Access. In vielen Fällen muss eine Open-Access-Publikationsgebühr (Article Processing Charge = APC) bezahlt werden, s.a. https://open-access.network/informieren/glossar#c6220.

Hybrid Open Access

Im Gegensatz zu Gold-Open-Access-Zeitschriften sind in hybriden Zeitschriften nicht alle Artikel im Open Access verfügbar. Diese Zeitschriften finanzieren sich durch Subskriptionen (= sie werden von Einrichtungen abonniert bzw. lizenziert) und bieten Autorinnen und Autoren die Option, einzelne Artikel gegen Zahlung einer Publikationsgebühr im Open Access verfügbar zu machen. Wird diese Option nicht in Anspruch genommen, erscheint der Artikel im Closed Access (= hinter einer Paywall), s.a. https://open-access.network/informieren/glossar#c6213.

Green Open Access

Nach dem „Grünen Weg“ werden geplante oder bereits publizierte Forschungsbeiträge auf einem Dokumentenserver oder Repositorium veröffentlicht. Im Fall bereits publizierter Beiträge spricht man von Parallelveröffentlichung oder Zweitveröffentlichung. Die Universität Bayreuth betreibt hierfür den Publikations- und Dokumentenserver EPub Bayreuth.

Diamond Open Access

Grundidee beim Diamond Open Access ist, dass weder für die Autorinnen und Autoren noch die Leserinnen und Leser Kosten anfallen sollen. Die anfallenden Kosten werden stattdessen in der Regel von öffentlichen Einrichtungen (z. B. Bibliotheken), Fachgesellschaften oder Förderorganisationen übernommen, s.a. https://open-access.network/informieren/glossar#c6223.

Was sind Transformationsverträge (inkl. DEAL)?

„Der Begriff Transformation bezeichnet die vollständige Umstellung des wissenschaftlichen Publikationswesens auf Open Access, u. a. durch die Umwandlung traditioneller Subskriptionszeitschriften in Open-Access-Zeitschriften.“ (https://open-access.network/informieren/glossar#c6249). Um dieses Ziel zu erreichen, bietet eine wachsende Zahl an Verlagen sog. Transformationsverträge an. Diese werden mitunter auch als Publish-and-Read-Verträge bezeichnet. Bekanntestes Beispiel sind in Deutschland die DEAL-Verträge.

DEAL

  • Seit 01.01.2024 laufen die Fünfjahresverträge (2024-2028) zwischen der MPDL Services gGmbH (seit 01.10.2025: DEAL Open Access Services (DEAS) gGmbH) im Namen des DEAL-Konsortiums und den Verlagen Wiley, Springer Nature und Elsevier. Die Universität Bayreuth (UBT) ist allen drei Verträgen beigetreten.
  • Neben dem Lesezugriff umfassen alle drei DEAL-Verträge auch eine Publishing-Komponente. Die dabei von der UBT zu entrichtenden Teilnahmegebühren basieren im Rahmen des sog. Paper-Charge-Modells auf einer rein publikationsanzahl-basierten Abrechnung. So wird der UBT für jede Veröffentlichung die jeweils vertraglich vereinbarte Publish-and-Read-Fee (PAR Fee) in Rechnung gestellt. Dabei ist es unerheblich, ob sich die Autorinnen und Autoren im Publikationsprozess für ein goldenes oder ein hybrides Journal entscheiden. Bei hybriden Journalen macht die Entscheidung der Forschenden, ob die Veröffentlichung ihres Beitrages im Open Access oder im Closed Access (= Opt-Out) erfolgt, finanziell keinen Unterschied; die PAR-Fee fällt in jedem Fall an.
  • Nähere Informationen zu den DEAL-Verträgen finden Sie hierauf unserer Informationsseite: https://www.ub.uni-bayreuth.de/de/digitale_bibliothek/e-journals/Projekt-DEAL/index.html

Weitere Transformationsverträge

  • Die UBT hat neben den DEAL-Verträgen auch mit anderen Wissenschaftsverlagen Transformationsverträge abgeschlossen. Diese Verträge erlauben Angehörigen der UBT nicht nur den Onlinezugriff auf das Zeitschriften-Portfolio des betreffenden Verlages, sondern ermöglichen Forschenden auch die Veröffentlichung von Zeitschriftenartikeln im Open Access ohne bzw. zu reduzierten Kosten.
  • Weitere Informationen zu den Bedingungen der einzelnen Verträge sowie den dazugehörigen Workflows finden Sie hier: https://www.ub.uni-bayreuth.de/de/digitale_bibliothek/open_access/oa_komponenten/index.html

Welche Fördermöglichkeiten gibt es für Forschende?

Bild des OA-Entscheidungsbaum 2026

Bitte beachten Sie:

  • Sonstige Gebühren, die im Rahmen einer Publikation anfallen können (z.B. Submission Fees, Page Charges oder Colour Charges), sind grundsätzlich nicht förderfähig.
  • Jeder geförderte Artikel soll neben dem Hinweis auf eine mögliche Förderung durch Drittmittelgeber auch einen Hinweis auf die Förderung aus dem Open Access Publikationsfonds der UBT enthalten. Bitte beachten Sie hierzu die Hinweise auf unserer Informationsseite zu Funding Acknowledgements.

Wie können Forschende eine Förderung beantragen?

Artikel in Gold-Open-Access-Zeitschriften außerhalb von DEAL

Für die Beantragung von Fördermitteln aus dem Open Access Publikationsfonds verwenden Sie bitte unser Webformular. Die Beantragung kann auch gerne bereits im Vorfeld einer Beitragseinreichung erfolgen.

Für eine Förderung aus dem Open Access Publikationsfonds muss Ihr Artikel folgende Kriterien erfüllen:
  • Als Angehörige oder Angehöriger der Universität Bayreuth sind Sie als „submitting author“ oder „corresponding author“ für die Bezahlung der Publikationsgebühren verantwortlich.
  • Der Artikel erscheint in einer „echten“ Open Access Zeitschrift (kein Open Choice, Open Access Option etc.), die ein fachlich anerkanntes, strenges Qualitätssicherungsverfahren anwendet. Hinweise hierzu gibt das Directory of Open Access Journals (DOAJ).
  • Publikationen in Zeitschriften (z.B. von MDPI), die nicht (mehr) im DOAJ enthalten sind, können aus dem Open Access Publikationsfonds nicht gefördert werden (s. Journals added to and withdrawn from DOAJ) -> Bei Artikeln, die in Zeitschriften erscheinen, die beim Erscheinen bzw. der Rechnungsstellung des Beitrages nicht mehr im DOAJ gelistet werden, entscheidet das Datum der Einreichung, ob eine Förderung möglich ist oder nicht.
  • Die Publikation wird mittels einer Creative Commons Lizenz (z.B. CC BY, CC BY-SA, ... s. https://open-access.network/informieren/glossar#c6198) im Open Access veröffentlicht, um eine rechtsichere Nachnutzung zu ermöglichen. Es wird die Verwendung der Lizenz CC BY empfohlen.

In Bezug auf die Rechnung gehen Sie bitte folgendermaßen vor:
  • Die Original-Rechnung schicken Sie bitte an: oa@uni-bayreuth.de.
  • Die Rechnung sollte auf Sie persönlich ausgestellt sein, mit der Adresse des Lehrstuhls an der Universität Bayreuth.
  • Bitte lassen Sie sich Auslandsrechnungen ohne Mehrwertsteuer ausstellen, da diese von uns separat abgeführt wird. Hierfür muss in der Regel die VAT-ID der UBT dem Verlag genannt werden und sie muss auf der eingereichten Rechnung mit aufgeführt sein. Die VAT-ID der Universität Bayreuth lautet: DE 811264317.

Artikel in Gold-Open-Access-Zeitschriften innerhalb von DEAL

Bei der Publikation in Gold-Open-Access-Zeitschriften im Rahmen der DEAL-Verträge erhalten nicht die Forschenden die Rechnung, sondern quartalsweise die Bibliothek. Die Kosten, die die Förderung übersteigen (= APC inkl. Steuern und Gebühren minus Fördersumme), werden von der UB nach Rücksprache mit dem Lehrstuhl von einer von diesem genannten Kostenstelle umgebucht. Hierzu nimmt das Open-Access-Team Kontakt mit den submitting corresponding authors auf. Gerne können Sie das Open-Access-Team bereits im Vorfeld der Publikation mit Hilfe des Webformulars über die geplante Veröffentlichung informieren.

Artikel in Hybrid-Open-Access-Zeitschriften im Rahmen von Transformationsverträgen

Bei einer Publikation in hybriden Journalen innerhalb von DEAL oder in sonstigen Verlagen, mit denen die Universität einen Transformationsvertrag abgeschlossen hat, ist keine Antragstellung im Vorfeld notwendig. Sollte in diesen Fällen ein Eigenanteil der Forschenden anfallen (vgl. „Welche Kosten fallen für Forschende an?“) wird sich das Open-Access-Team bei den submitting corresponding authors melden.

Artikel in Hybrid-Open-Access-Zeitschriften außerhalb von Transformationsverträgen

Publikationen in hybriden Open-Access-Zeitschriften außerhalb von Transformationsverträgen können grundsätzlich nicht gefördert werden.

Welche Kosten fallen für Forschende an?

Artikel in Gold-Open-Access-Zeitschriften (innerhalb und außerhalb von DEAL)

  • Beiträge in goldenen Open-Access-Zeitschriften können bis auf Weiteres mit 2.100 Euro pro Artikel gefördert werden. Publikationskosten, die unsere Förderung übersteigen, müssen von den Publizierenden selbst getragen werden.
  • Achtung: Die Zeitschrift „Nature Communications“ fällt ebenfalls unter diese Regelung und ist nicht Teil unseres Transformationsvertrages mit Springer Nature (Nature-branded Research Journals).

Artikel in Hybrid-Open-Access-Zeitschriften im Rahmen von Transformationsverträgen

  • DEAL: In Abstimmung mit der Hochschulleitung wurde ein Finanzierungskonzept entwickelt, wie die für die UBT zu erwartenden Kosten für die Teilnahme an den DEAL-Verträgen beglichen werden können. Dabei wurde – bei Publikationen in Hybrid-Zeitschriften – eine Beteiligung der Publizierenden in Höhe von 10 Prozent der jeweiligen Publikationskosten beschlossen. Die übrigen 90 Prozent werden zentral aus dem Open Access Publikationsfonds finanziert. Bei hybriden Journalen macht die Entscheidung der Forschenden, ob die Veröffentlichung ihres Beitrages im Open Access oder im Closed Access (= Opt-Out) erfolgt, finanziell keinen Unterschied; die PAR-Fee und damit auch der Eigenanteil der Forschenden fällt in jedem Fall an.
  • Weitere Transformationsverträge: Abhängig von den jeweiligen Vertragskonditionen fallen für Forschende der UBT keine oder nur reduzierte Publikationskosten an. Nähere Hinweise finden Sie auf unserer Informationsseite: https://www.ub.uni-bayreuth.de/de/digitale_bibliothek/open_access/oa_komponenten/index.html

Artikel in Hybrid-Open-Access-Zeitschriften außerhalb von Transformationsverträgen

Publikationen in hybriden Zeitschriften außerhalb von Transformationsverträgen sind grundsätzlich nicht förderfähig. Sämtliche Kosten müssen daher von den Publizierenden selbst getragen werden.

Wo sieht man, welche Artikel bereits durch den Open Access Publikationsfonds gefördert wurden?

Wenn Sie sehen möchten, welche Open Access Artikel in den vergangenen Jahren bereits durch den Open Access Publikationsfonds gefördert wurden, haben Sie mehrere Möglichkeiten. Um die Sichtbarkeit der Artikel zu erhöhen, werden diese durch die Universitätsbibliothek auf dem Publikations- und Dokumentenserver EPub Bayreuth parallel veröffentlicht. Dies ermöglicht eine breitere Dissemination dank der Einbindung von EPub Bayreuth in das internationale Netz der Open Archive Server. Die Inhalte des Publikationsservers sind damit über alle zentralen Nachweisinstrumente (OAIster, BASE, Google Scholar usw.) recherchierbar. Die bisher geförderten Publikationen werden dem Projekt „Open Access Publizieren“ zugeordnet.
Abhängig von der Plattform können die Publikationsgebühren in OA-Zeitschriften große Unterschiede aufweisen und Preissteigerungen unterliegen. Die Universität Bayreuth möchte daher im Sinne des Transparenzgedankens bei Open Science die Aufwendungen für OA-Publikationen offenlegen. Hierfür beteiligt sich die Universitätsbibliothek an „Open APC“, einem Teilprojekt des DFG-geförderten INTACT Projekts. Es werden jährlich die durch den Fonds geförderten Publikationen sowie die APC-Kosten zum Open Dataset im GitHub-Repositorium „Datasets on fee-based Open-Access-publishing“ gemeldet (DOI, Förderjahr, Kosten). Die Metadaten der Publikationen werden im Open APC Projekt durch CrossRef angereichert, um daraus Statistiken und Visualisierungen zu erstellen (z.B. Grafik der Durchschnitts-APC-Kosten). Die Daten können Sie im GitHub-Repository openapc-de einsehen. Die Visualisierung finden Sie unter: Open APC treemaps. openAPC

Kontakt

Für Nachfragen können Sie sich gerne an das Open-Access-Team der UB wenden: oa@uni-bayreuth.de.