Spezialsammlungen

Afrika-Bestand

Afrika-Bestand Die Universitätsbibliothek unterstützt als Zentrale Einrichtung die Forschung der Universität Bayreuth im Schwerpunkbereich Afrikastudien durch den gezielten Erwerb, die Erschließung und die Verzeichnung von Literatur aus und über Afrika.
So entstand über über Jahre hinweg einer der größten afrikabezogenen Buch- und Medienbestände in Deutschland. Mehr als die Hälfte der ca. 200.000 Bücher ist im Erdgeschoss der Zentralbibliothek frei zugänglich.
Des Weiteren umfasst der Bestand über 3.000 audiovisuelle Materialien mit zusammen rund 30.000 Einheiten, 160 laufende Zeitschriften, über 5.000 Karten, Luft- und Satellitenaufnahmen sowie Graue Literatur.
Der Bestand erfuhr immer wieder wertvolle Ergänzungen, in jüngerer Zeit u.a. durch die Sammlung von Theodor Wonja Michael.

Altbestand

Durch glückliche Umstände konnte die Universitätsbibliothek Bayreuth schon in ihren Anfangsjahren zwei lokal- und regionalgeschichtlich bedeutsame alte Büchersammlungen übernehmen: die Kanzleibibliothek und den Bücheraltbestand des Bayreuther Gymnasiums Christian-Ernestinum.

Die Kanzleibibliothek, 1735 von Markgraf Georg Friedrich Karl gegründet und seit 1795 im Alten Schloß untergebracht, blieb bis 1945 Bayreuths größte Büchersammlung. Jedoch überdauerte nur der wertvollste, rechtzeitig ausgelagerte Teil den Brand des Schlosses in den letzten Kriegstagen. Dieser Restbestand (knapp 10.000 Bände) wurde zunächst der Stadtbibliothek übergeben, 1976 aber wieder in staatliche Obhut genommen und der Universitätsbibliothek anvertraut.

Kurz zuvor hatte die Universitätsbibliothek rund 4.500 vor 1850 erschienene Bände des humanistischen Gymnasiums sowie dessen bemerkenswerte Sammlung von über 32.000 Schulprogrammen aus dem gesamten deutschen Sprachraum übernommen. 1999 überließ das Gymnasium der Universitätsbibliothek weitere 8.000 Bände des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Als Dauerleihgabe gelangte 1996 aus städtischer Verwaltung noch die Bibliothek des Leers’schen Waisenhauses in St. Georgen an die Universitätsbibliothek. Trotz ihres geringen Umfangs (ca. 275 Bände) verdient sie als lokale Sammlung reformpädagogischer Literatur des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts besondere Beachtung. Kanzlei-, Gymnasial- und Waisenhausbibliothek werden als in sich abgeschlossene Sammlungen betrachtet und nicht mehr fortgeführt.

Dagegen wächst die Bibliothek des Historischen Vereins für Oberfranken mit heute rund 28.000 Bänden noch immer kontinuierlich an. Vermehrt wird sie vor allem durch Schenkungen und durch Schriftentausch mit der vereinseigenen Zeitschrift, dem „Archiv für Geschichte von Oberfranken“. Der Verein hat seine Büchersammlung 1987 als Dauerleihgabe der Universitätsbibliothek überlassen, deren Altbestand sie ideal ergänzt. Eine Besonderheit innerhalb der Vereinsbibliothek ist die separat aufgestellte Offiziersbibliothek des ehemaligen k. b. 6. Chevaulegers-Regiments, das von 1866 bis zu seiner Auflösung 1919 in Bayreuth in Garnison lag. Sie ist eine der wenigen noch in ursprünglichem Zustand erhaltenen Regimentsbibliotheken der Alten Armee.

(leicht aktualisierter Auszug aus: Rainer-Maria Kiel: "Die Universitätsbibliothek - Ein benutzerorientierter Dienstleistungsbetrieb" in: Spektrum der Uni Bayreuth 3, 2003, S.12-21)

Digitalisierter Altbestand der UB Bayreuth